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WAS SIND KOMETEN?Kometen gehören zu den kleinen, aber dafür ungeheuer zahlreichen Mitgliedern unseres Planetensystems. Im Unterschied zu den Asteroiden, die massive Felsblöcke oder, wie man seit neuestem ziemlich sicher weiß, in einigen Fällen auch lockere Ansammlungen von Gesteinsschutt sind, handelt es sich bei Kometen um "Schmutzige Schneebälle". Gefrorene Gase und Wasser bilden einen mit Felsbrocken und Staub durchsetzten Eisklumpen. Entstanden sind diese Gebilde zusammen mit dem übrigen Sonnensystem. Seitdem, so nimmt man an, umkreisen wahrscheinlich Milliarden, vielleicht auch Billionen von Ihnen die Sonne in mehr als einem halben Lichtjahr Entfernung in der Oorthschen Wolke. Bewiesen ist inzwischen die Existenz des Kuiper-Gürtels, eines Schwarms eisiger Körper, die außerhalb der Neptunbahn kreisen. Durch gravitative Störungen nahe vorbeiziehender Sterne, die Gezeiten der Milchstraße (Oorthsche Wolke) oder durch die grossen Planeten (Kuiper Gürtel) wird ab und an ein solcher Eisbrocken aus seiner Bahn gerissen und nimmt Kurs auf das innere Planetensystem. Wenn er sich der Sonne nähert, erwärmt er sich und die gefrorenen Gase sublimieren. Dadurch werden auch die mit Ihnen verbackenen festen Partikel freigesetzt. Um den meist nur wenige Kilometer grossen Eisbrocken, den Kometenkern bildet sich eine bis zu 100000 km und mehr durchmessende Wolke aus Gas und Partikeln, die Koma. Durch den Sonnenwind werden Gasmoleküle und Staub aus der Koma herausgerissen - der Kometenschweif bildet sich. Er kann eine Länge von bis zu 100 Millionen Kilometern erreichen. Aus dem unscheinbaren "schmutzigen Schneeball" ist eine imposante Himmelserscheinung geworden. Wenn er nicht in die Sonne stürzt, was durchaus vorkommt, entschwindet der Komet nach seiner Galavorstellung wieder in die Fernen des Kuiper-Gürtels oder der Oortschen Wolke, um erst nach Jahrtausenden, Jahrmillionen oder auch niemals zurückzukehren. Andere Kometen werden durch die gravitativen Einflüsse der grossen Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun auf eine elliptische Bahn gezwungen, auf der sie bereits nach wenigen Jahren oder Jahrzehnten wieder in Sonnennähe gelangen. Das berühmteste Beispiel eines solchen kurzperiodischen Kometen ist der Halleysche Komet. Auch der Komet Ikeya-Zhang gehört faktisch in diese Kategorie, wird aber definitionsgemäß zu den langperiodischen Kometen gerechnet, weil seine Umlaufzeit mehr als 200 Jahre (nämlich 341 Jahre) beträgt. |